Drop In



Ist zwar schon wieder etwas her, trotzdem möchte ich hier mal noch mein letztes künstlerisches Projekt vorstellen: Am 6. Dezember 08 fand in Freiburg das Symposium Spuren zum Thema Körpergedächtnis statt. Initiiert wurde es u.a. von Prof. Daniel Fetzner, mit dem ich durch meine Lehrversanstaltungen an der Hochschule Furtwangen glücklicherweise in Kontakt kam. Einer der Symposiumsbeiträge war auch fogpatch, das unter Daniels Regie und durch das engagierte Mitwirken seiner Studenten entstand. Leider leider musste ich zu dieser Zeit schon für die abschließende Performance aufbauen - in der Videoaufzeichnung wirkt fogpatch äußerst interessant. Die weiteren Beiträge der Tagesveranstaltung sind inzwischen auch alle als Stream auf deren Seiten zu finden.
Mit drop in der Künstlergruppe sidechain wurde das Symposium dann am Abend in der Freiburger Jackson Pollock Bar beendet, einer electronic live performance, für die ich verantwortlich war. Darum möchte ich hier auch nochmal allen für Ihre Beiträge danken: Boris Höpf, Christian Kessler, Ephrahim Wegner, Ralf Briechle, Ralf Freudenberger, Uwe G. Hoenig, Thomas Loop.


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Neben Organisation und konzeptioneller Leitung war mein Part die visuelle Umsetzung, zusammen mit Boris. Das Konept sah dabei folgendermaßen aus: Das Aufdecken des Körpergedächtnisses ist in Form von herunterlaufen Tropfen dargestellt. Durch diese Tropfen bilden sich Bahnen, die wiederum Schichten von Videosequenzen offenlegen und damit "Einblick ins Gedächtnis des Körpers" geben. Das Tropfenmotiv wurde dabei zunächst auf ein Körperteil projiziert, das von jedem der beitragende Audio-Künstler selbst gewählt wurde - dies waren Hände, Augen, Ohr, Bauch, Rücken und Kopf von oben/Stirn. Die auf die Körperteile projizierten Tropfen wurden dann abgefilmt und dienten so als Maske. Wie viel Fläche einer Videoschicht offengelegt ist, d.h. also "wie viel Körpergedächtnis ist wachgerufen", wurde als Wert an den Audiokünstler übermittelt (meine Fresse veranschaulicht im ersten Video die Gedächtnisschichten jeweils anhand einer der 3 Grundfarben). Die Verknüpfung von "offengelegtem" Körpergedächtnis zum Klang wurde vom jeweiligen Künstler dann unterschieldlich vollzogen. In den folgenden Videos kann ich nur das nachträglich gerenderte Video dokumentieren, somit leider ohne Audiospur.
Realisiert wurde das Ganze mit Jitter. Dank OpenGL und einem geliehenen, flotten Rechner (danke Steffen) war das Ganze dann auch echtzeitfähig.
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